{"id":8,"date":"2023-12-24T12:19:27","date_gmt":"2023-12-24T12:19:27","guid":{"rendered":"https:\/\/erhartc.net\/?page_id=8"},"modified":"2025-01-01T12:12:22","modified_gmt":"2025-01-01T12:12:22","slug":"ein-besuch-der-blauen-seite-unseres-planeten-ein-reisebericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/erhartc.net\/?page_id=8","title":{"rendered":"Ein Besuch der Blauen Seite unseres Planeten \u2013 ein Reisebericht"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Idee<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Sommer 2011 erf\u00fcllte ich mir einen alten Kindheitstraum \u2013 einmal in die S\u00fcdsee und zur\u00fcck. Ganz profan vier Wochen Urlaub genommen und in das <strong>K\u00f6nigreich Tonga <\/strong>geflogen. Davon verbrachten wir zehn Tage auf einer einsamen kreisrunden <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?ll=-19.670514,-174.39458&amp;spn=0.008466,0.011877&amp;t=h&amp;z=17&amp;lci=com.panoramio.all\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Robinson-Mininsel<\/a> von rund 200m Durchmesser irgendwo im blauen Nichts. Eben als Robinsons. Mit einer Kiste Nahrung, einer Machete, Angelzeugs und H\u00e4ngematte. Keine Elektronik (ok, ein Ebook-Reader musste mit), keine Unterhaltung und au\u00dfer einem Haufen Tiere (Krabben, Fische, eine Seeschlange, zwei Haie mit dem Namen Fritzi und Hugo und unz\u00e4hligen V\u00f6geln) kein weiteres Leben. Schlafen schaukelnd zwischen Palmen am Strand, Fische fangen mit Netz oder Harpune, Kochen am offenen Feuer und viel lesen. Kein Komfort, keine \u201eAktion\u201c, keine Highlights. Der Horizont bestand aus dem blauen Nichts des Pazifiks und einem manchmal Rauch aussendenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tofua\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vulkan<\/a>. Wieder zuhause haben wir erfahren, dass just dieser Vulkan 300 Tage lang die einsame Heimat des Schweizers <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/reise\/fernweh\/300-tage-einsam-im-pazifik-ich-vermisse-alles-a-720339.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Xavier Rosset<\/a> war der dort in einem Selbstversuch die Einsamkeit erprobte. Den Rest der Zeit verbrachten wir in einem Resort auf Foa Island, eine der n\u00f6rdlichen Tonga Inseln. \u201eResort\u201c wird begrifflich diesem paradiesischen Fleck nicht wirklich gerecht. In der Regel weniger als 20 G\u00e4ste gelegen an einem Traumstrand in der N\u00e4he eines typisch tonganischen Dorfes. Hier ist alles authentisch \u2013 Gutes wie Schlechtes. Mit Palmbl\u00e4ttern gedeckte Touristenh\u00fctten sucht man hier vergeblich, ebenso aufregende Action-Abenteuer-Angebote. Tonganer sind auch keine \u00fcbriggebliebenen S\u00fcdsee-Insulaner sondern eher nahe an der Schmerzgrenze religi\u00f6se Menschen, stark gepr\u00e4gt durch europ\u00e4ischen Kontakt seit James Cook. Der nachfolgende kleine Reisebericht war in leicht ver\u00e4nderter Form als Feedback an den Reiseveranstalter gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-1024x685.jpg\" alt=\"Robinson-Insel irgendwo im blauen Nichts des S\u00fcdpazifiks \u2013 Heimat f\u00fcr 10 Tage\" class=\"wp-image-11\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-768x514.jpg 768w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Luahoko-2048x1371.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-49\">Robinson-Insel irgendwo im blauen Nichts des S\u00fcdpazifiks \u2013 Heimat f\u00fcr 10 Tage<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wozu der Bericht?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Wirkung dieser einmonatigen Reise ist auch nach \u00fcber einem Jahr nicht verblasst. Vielleicht m\u00f6gen Andere Motivation aus den paar Zeilen ziehen in unserer wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannten Zeit. Die Idee die S\u00fcdsee zu besuchen kam mir ca. 1977 oder 1978 in der Volkschule. Erinnert sich noch jemand an die Schulzeitung \u201e<em>Spatzenpost<\/em>\u201e? Dort gab es mal ein Gedicht auf der R\u00fcckseite:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich m\u00f6cht\u2018 nach Bora Bora<br><\/em><em>Ich wei\u00df nicht wo es liegt<\/em><br><em>Ich glaub fern in der S\u00fcdsee<\/em><br><em>Wohin nicht jeder fliegt<\/em><br><em>Dort baden reiche Leute<\/em><br><em>Doch leider bin ich arm<\/em> <em>\u2026<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den Rest hab\u2018 ich vergessen. Vielleicht auch besser so, wer wei\u00df was da noch stand. Es ist dann nicht Bora Bora geworden, sondern ohne viel Recherche, Tonga. Pauschal. Von der Stange. Allerdings war die Reisebeschreibung dazu etwas ungew\u00f6hnlich: Z.B.: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/reise\/Fern\/article106421302\/Auf-dieser-Suedsee-Insel-sind-Sie-ganz-allein.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Welt<\/a> oder auch <a href=\"http:\/\/www.geo.de\/GEO\/reisen\/goldene-palme-2012-die-besten-reisen-71109.html?t=img&amp;p=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GEO Reisen<\/a> Wir waren offensichtlich die ersten die dieses Angebot wie beschrieben \u00fcber die volle Zeit in Anspruch genommen haben, ein wenig also Versuchsballon spielend. Deshalb stammen die Fotos aus der Reisewerbung auch von uns beiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reisebericht Tonga \u2013 Foa Island &amp; Luahoko Island<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Wir haben mehr f\u00fcr uns mitgenommen von diesen vier Wochen, als vorher f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Nicht aufgrund der vielen Superlativen (die es auf Tonga zugegebenerma\u00dfen nicht gibt), sondern schlicht deswegen, weil Tonga so ist wie es eben ist.<\/em> Vor der Ankunft auf Tonga hatten wir ein paar kleine <strong>Bef\u00fcrchtungen<\/strong>: Da w\u00e4re zum einen das <strong>Wetter<\/strong>, das uns in Auckland mit seiner unfreundlichsten und k\u00e4ltesten Seite entgegen gepeitscht ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Auckland.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Auckland.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Auckland-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Auckland-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-60\">Auckland \u2013 es ist tats\u00e4chlich dort Winter wenn es in Europa Sommer ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hoffentlich w\u00fcrde das auf Tonga ein wenig w\u00e4rmer werden\u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>War es auch die meiste Zeit. Ein paar Regen- und Windtage waren dabei. Ein Regenschirm kann unter Umst\u00e4nden auf Tonga nicht schaden. Meist war das Schlechtwetter innerhalb von wenigen Stunden vorbei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">P\u00fcnktlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Bef\u00fcrchtung betraf das Zeitmanagement bez\u00fcglich Flugzeiten. Im Internet kommt die tonganische Inlandsfluglinie nicht besonders gut weg. Was w\u00fcrde sein, wenn wir zu sp\u00e4t auf Tonga ankommen w\u00fcrden oder noch schlimmer \u2013 bei der Abreise unseren Anschlussflug nach Neuseeland ab Tongatapu verpassen w\u00fcrden? Schlie\u00dflich umfasste unser Reisepacket nur den Transport auf Tonga selbst. Die gef\u00fcrchtete Tonga-Airline gibt es in dieser Form nicht mehr und unseren beiden Inlandsfl\u00fcge nach und von Foa, der Insel mit dem <a href=\"http:\/\/www.sandybeachresort.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sandy Beach Resort<\/a>, verliefen fast auf die Minute genau nach Flugplan. So ganz ohne Probleme war die Reise diesbez\u00fcglich dennoch nicht. Nach Ankunft in der Hauptstadt wurden wir am Flughafen von einem lokalen Taxiunternehmen (das offensichtlich eng mit dem Resort auf Foa zusammenarbeitet) in die Unterkunft gebracht. Leider verwechselte die gute Dame Check-In-Zeit f\u00fcr den Weiterflug am n\u00e4chsten Morgen mit der Abflugzeit und der Uraltflieger DC3 (ein einzigartiges Erlebnis f\u00fcr jeden Flugzeugfan und nur noch auf Tonga erlebbar) startete rechtzeitig bei unserer Ankunft am Flughafen um ihn gerade noch entschwinden zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/DC3B.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3B-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3B-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3B-300x199.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3B-768x510.jpg 768w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3B.jpg 1276w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-62\">DC3 alias \u201eRosinenbomber\u201c der Chathams Pacific Line. Baujahr:1944! Copyright \u00a9 John King<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"536\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3.jpg 800w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DC3-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-15\">Die DC3 am Flughafen auf den Ha\u2019apai Inseln. Quer \u00fcber die Landebahn f\u00fchrt die Hauptstra\u00dfe der Insel, Bahnschranken regeln Flug- und Fahrverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nette Dame am Lokalflughafen hat uns sofort das einzig vorhandene Telefon des Flughafens \u00fcberlassen um die Angelegenheit irgendwie zu regeln. Allerdings, der n\u00e4chste Inlandsflug war erst f\u00fcr Montag angesetzt \u2013 es war samstagmorgens. Das Problem wurde ohne viel Trara gel\u00f6st. Wir \u201eresidierten\u201c in bester Lage (Sea View Lodge) bei voller Verpflegung in der Hauptstadt und bekamen von der etwas zerknirschten Taxidame ohne es zu fordern sofort ein Leihauto \u00fcber das Wochenende zur Verf\u00fcgung gestellt. Besser konnte es nicht laufen, denn so lernten wir die Hauptinsel Tongas quasi fl\u00e4chendeckend kennen. Inklusive Gottesdienst in der Kirche mit anwesendem K\u00f6nig (absolut empfehlenswert zur Einstimmung \u2013 die Tonganer singen exzellent).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"536\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Wunsch-und-Wirklichkeit.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Wunsch-und-Wirklichkeit.jpg 800w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Wunsch-und-Wirklichkeit-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Wunsch-und-Wirklichkeit-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-63\">Wunsch und Wirklichkeit \u2013 gefangen auf Tongatapu<\/p>\n\n\n\n<p>Es herrscht Linksverkehr. Bei den beiden erlaubten H\u00f6chstgeschwindigkeiten von 40km\/h und 60km\/h kein Problem. Es gibt nur wenige Autos und selbst in der Hauptstadt ist man als Europ\u00e4er verkehrstechnisch unterfordert. Alles l\u00e4uft sehr langsam ab, ohne Hektik, ohne Huperei, ohne Stress. Wie auf Tonga generell alles sehr ruhig, langsam und entspannt abl\u00e4uft. Deswegen ist man wahrscheinlich auch hier\u2026 Ein paar Verkehrsregeln sollte man noch kennen:<br>Keine Schweine \u00fcberfahren (Hunde w\u00e4ren kein Problem erkl\u00e4rte man uns\u2026) und wenn der K\u00f6nig mit Gefolge sich n\u00e4hert, links von der Stra\u00dfe weg und stehenbleiben.<br>Der K\u00f6nig ist uns begegnet, wir sind artig links rangefahren und ein Schwein (die gibt es in gro\u00dfer Zahl auf der Stra\u00dfe) haben wir, soweit wir wissen, keines \u00fcberrollt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"641\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image2.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image2-300x203.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image2-768x521.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>30 Meter von der Unterkunft in Nuku Alofa (Tongatapu) entfernt<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tonga: Ist es wirklich so schlimm?<\/h3>\n\n\n\n<p>Gibt man im Internet \u201e<a href=\"http:\/\/www.google.at\/search?num=10&amp;hl=de&amp;site=imghp&amp;tbm=isch&amp;source=hp&amp;biw=1358&amp;bih=868&amp;q=nuku+alofa&amp;oq=nuku+alofa&amp;gs_l=img.3..0i10j0i10i24l2.3520.5248.0.5484.10.10.0.0.0.0.228.1417.2j5j3.10.0...0.0...1ac.1.5748a8292Qo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nuku Alofa<\/a>\u201c, also die Hauptstadt als Suchbegriff bei der Bildersuche in Google ein (haben wir gemacht, allerdings erst <em>nach<\/em> Buchung der Reise), ist man ein wenig schockiert. Brennende Geb\u00e4ude des Aufstandes von 2006 und nicht gerade s\u00fcdseetypische ziemlich desolat wirkende Bauten. Nun, S\u00fcdseebauten (oder so wie sich ein Europ\u00e4er das so vorstellt mit Bl\u00e4tterdach) gibt es auf ganz Tonga offensichtlich nicht. Negativ betrachtet kann man sowohl in <em>Nuku Alofa<\/em> als auch in den kleinen D\u00f6rfern das Gef\u00fchl haben, sich in einer s\u00fcdamerikanischen Favela-Siedlung aufzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"676\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-1024x676.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-300x198.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-768x507.jpg 768w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-1536x1014.jpg 1536w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Nukualofa-main-street-2048x1352.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-36\">Nuku Alofa, die Hauptstadt Tongas, im Jahre 2006<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/Hautpstadt-auf-Foa-Island.jpg\" alt=\"\" style=\"width: 1px;\"><\/p>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-69\">Pangai \u2013 Hauptort der Ha\u2019apai Inseln, 2011<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gef\u00fchl legt sich aber und man lernt die Ruhe, Langsamkeit und die zur\u00fcckhaltend-freundlichen Leute zu sch\u00e4tzen. Das kann schon ein paar Tage dauern. Brennen tut die Hauptstadt nicht mehr, und wenn man es nicht wei\u00df, ist von den Zerst\u00f6rungen nichts mehr zu erkennen. Wieder zur\u00fcckgekehrt, gehen sie uns ab, die Menschen und ihre meist einfachen H\u00e4user. Wir haben auch im Nachbardorf des Resorts eine Nacht bei einer einheimischen Familie \u00fcbernachtet. Wir wurden vorgewarnt ob der einfachen Verh\u00e4ltnisse und der nicht sonderlich ausgepr\u00e4gten Sauberkeit. Stimmt, k\u00f6nnen wir best\u00e4tigen. Wir haben aber viel mit den Leuten gesprochen und Eindr\u00fccke mitgenommen. Soziales Zusammensein und Kommunikation war dort sehr wichtig. Selbst introvertierte Europ\u00e4er werden sich in ein Gespr\u00e4ch verwickelt wiederfinden. Und am ersten Abend im Resort wurden wir, die anwesenden Besucher, vom \u201eNobleman\u201c der Gegend, demjenigen Einheimischen der als Adeliger (Tonga ist eine Erbmonarchie) die Region besitzt, zu einem <em>Kava<\/em>-Bes\u00e4ufnis eingeladen. Einer traditionellen, ein wenig steif auf uns wirkenden Zusammenkunft m\u00e4nnlicher Dorfbewohner, die im allgemeinen sitzend \u00fcber Stunden <em>Kava<\/em> trinkend (dem traditionellen Rauschgetr\u00e4nk) und singend sehr h\u00e4ufig absolviert wird. Das war dann mehr als authentisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Empfehlung: Nicht alleine sich durch Google abschrecken lassen. Die Menschen sind zur\u00fcckhaltend und freundlich. Gr\u00fc\u00dfe sie mit einem Lachen und sie lachen \u00fcber das ganze Gesicht breit zur\u00fcck. Nicht jeder, aber die Meisten. Die Kleiderordnung beachten (z.B. nicht mit kurzer Hose in die Kirche)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Aufenthalt auf der Robinson-Insel<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IslandTonga.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IslandTonga.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IslandTonga-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/IslandTonga-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-137\">\u00dcberfahrt auf die rund 13 Kilometer entfernte Robinson-Insel (Luahoko Island)<\/p>\n\n\n\n<p>Bef\u00fcrchtung<strong>: Aufenthalt auf der Robinson-Insel. Werden ganze zehn Tage Robinson-Insel nicht doch etwas zu lange sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Aufenthaltsdauer auf der einsamen, kreisrunden 200-Meter-Durchmesser-Insel, f\u00fchrte zu manchem fragenden Blick von Touristen (die es auf Tonga nur wenige gibt) und Einheimischen. Was macht man sooo lange auf einer Miniinsel? Was macht man 4 Wochen auf Tonga? Fast immer am selben Ort? Auch Boris im Resort best\u00e4tigte uns auf Nachfrage, dass es eher ungew\u00f6hnlich ist, dass seine G\u00e4ste so lange am St\u00fcck bleiben. \u00dcblich sind offensichtlich 1 bis maximal 2 Wochen im Resort.<br>\u201e<em>Nein<\/em>\u201c ist unsere Antwort r\u00fcckblickend! Zumindest f\u00fcr uns begann Tonga, dessen ungewohnte Ruhe und der dortige Lebensstil, erst nach zwei Wochen langsam so richtig zu wirken. Und wir h\u00e4tten gerne noch zwei weitere Wochen nachlegen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Voraussetzung daf\u00fcr war f\u00fcr uns ein wenig Vorbereitung:<br>F\u00fcr den gesamten Aufenthalt gen\u00fcgend Literatur mitnehmen war oberstes Gebot. Dazu noch eine eigene H\u00e4ngematte mit integriertem Moskitonetz und Schlafsack f\u00fcr die Insel. Und lang leuchtende Stirnlampen. Wozu das alles? Sowohl auf der Robinson-Insel als auch im Resort wurde sofort die eigene H\u00e4ngematte am Strand zwischen den gen\u00fcgend vorhandenen B\u00e4umen oder Palmen montiert. Zeiten in denen man gerade keine Lust auf eine Runde Schnorcheln im klaren fisch- und korallenreichen Wasser hat, kann man, und das taten wir auch, mit Lesen in der H\u00e4ngematte verbringen. Jederzeit w\u00fcrde ich wieder f\u00fcr ein paar Stunden lesend in die H\u00e4ngematte zur\u00fcck an den Strand, mit dem beruhigenden Rauschen der Wellen als akustischem Hintergrund. Keine zehn Meter von den Wellen des Ufers entfernt \u2013 und bis dorthin nur wei\u00dfer Korallensand.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/flechten.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/flechten.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/flechten-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/flechten-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-140\">Trotz mehrfacher Erkl\u00e4rungsversuche der Tonganer \u2013 das Erzeugen eines Korbes aus Kokosbl\u00e4ttern ist einfach nicht h\u00e4ngengeblieben<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/hammock.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/hammock.jpg 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/hammock-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/hammock-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-139\">Schlafplatz auf Luahoko Island<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Strand, von dem man es im Resort von seiner Unterkunft aus nur einige wenige Meter hat. \u00dcberf\u00fcllung herrscht am Ufer dort mit 0 bis 10 weiteren Miturlaubern mit Sicherheit nicht. Wozu die Stirnlampe? Nun, es wird gegen 6h dunkel bzw. hell. Lesen ist auch w\u00e4hrend der finsteren Stunden in der H\u00e4ngematte, nun eben mit Stirnlampe, nicht nur m\u00f6glich sondern war f\u00fcr uns schon fast Pflichtprogramm.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"652\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image5.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image5.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image5-300x207.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image5-768x530.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-19\">Ankunft auf Luahoko Island alias \u201eRobinson-Insel\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl auf Luahoko (die Robinson-Insel), als auch auf Foa Island (rund 13 km Luftlinie weit weg) im Sandy Beach Resort sind es nur wenige Meter vom Strand bis zu den ersten bunten Korallenriffen. Ein Paradies zum Schnorcheln. Wobei wider Erwarten die Riffe vor dem Resort ergiebiger waren als um Luahoko. Luahoko Island ist zwar von einem breiten Riffg\u00fcrtel umgeben \u2013 die Korallen sind aber abschnittweise (durch Taifun?) in einem angeschlagenen Zustand. F\u00fcr eine Woche Schnorcheln reicht das aber allemal. Daf\u00fcr gl\u00e4nzt Luahoko durch Fischreichtum mehr noch als die Region um Sandy Beach. Die Ausr\u00fcstung f\u00fcr die 10 Tage Robinson-Insel wurde gemeinsam mit J\u00fcrgen, dem \u201eVater\u201c der Robinson-Idee zusammengestellt. Neben \u00d6llampen, Luftmatratze, Moskitonetz, Buschmesser, n\u00fctzlichem Kleinkram war die Verpflegung ein wesentlicher Teil der Last den das kleine Motorboot zu schleppen hatte. Zus\u00e4tzlich zu den \u00fcblichen \u201ekoch dir das selbst\u201c-Nahrungsmitteln wie Haltbarmilch, Kaffee, Zucker, Nudeln, Fertigsuppen und Fleischkonserven waren noch an Bord Zwiebeln, eine gro\u00dfe Menge an S\u00fc\u00dfkartoffeln und Maniok-Knollen sowie ein paar S\u00e4cke mit gr\u00fcnen Kokosn\u00fcssen, die mit der Machete ge\u00f6ffnet werden und gegen den Durst gedacht sind.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/image6.jpeg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"618\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image6.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image6.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image6-300x196.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image6-768x502.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-20\">Gr\u00fcne und Braune Kokosnuss (Luahoko Island)<\/p>\n\n\n\n<p>Kochfertigkeiten muss man selbst mitbringen. Ansonsten kann es ein wenig einseitig werden mit der Nahrung auf der Insel. Gekocht wird am Feuer, f\u00fcr dessen Unterhalt und Platz man selbst sorgen muss. Maniok und Kartoffeln werden gesch\u00e4lt und gekocht. Das hat man uns so erkl\u00e4rt. Wie lange wollen denn die Knollen gekocht werden, war unsere Frage. Eine Stunde? \u2013 Jo, war die Antwort der Einheimischen. Eine halbe Stunde? \u2013 Jo, war die Antwort. Ach ja, man befindet sich tendenziell eher in einer asiatischen Gegend. Dort ist es wichtig, Antworten so zu geben, dass der Gegen\u00fcber zufrieden ist. Wie hoch der Informationsgehalt ist, ist dabei oft nicht ganz so wichtig. Beim Kochen kann man aber wenig falsch machen. Nudeln zuzubereiten wird man als Europ\u00e4er schon noch k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/image7.jpeg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"618\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image7.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image7.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image7-300x196.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image7-768x502.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-21\">Kochstelle auf Luahoko<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Tonganer die uns zur Insel gebracht und auch wieder abgeholt haben betrachteten es als \u00fcblich erst mal ein paar Fische zu fangen und mit Maniok gemeinsam mit uns zu verspeisen. Das Zubereiten der Fische (vom lebenden Objekt bis hin zum essfertigen Zustand) haben wir beim ersten Mal nachdr\u00fccklich den beiden \u00fcberlassen. Am Ende konnten wir, nun Inselerprobten, ihnen diese Arbeit bereits abnehmen.<br>Vor der \u00dcberfahrt zur Robinson-Insel hat uns J\u00fcrgen eine Angel und eine Harpune in die Hand gedr\u00fcckt. \u201e<em>Zum Fischen<\/em>\u201c, sagte er uns, die wir ein wenig erstaunt waren. Aus dem Reiseprospekt ging nicht wirklich hervor, was eigentlich mit \u201e<em>Robinson-Aufenthalt<\/em>\u201c im Konkreten gemeint ist. Einsame Insel ist klar. Aber ob man vor Ort WC, Holzfeuerherd und einfache Dusche vorfinden wird oder nicht, war bis zuletzt unbekannt. Uns beiden hat diese Unsicherheit wenig ausgemacht. Vermutlich denken da andere Menschen nicht gleich dar\u00fcber. <em>\u201eFischen? Was? Welche Fische?\u201c<\/em> \u201e<em>Alles essbar<\/em>\u201e, die Antwort. \u201e<em>Nur keine Rotfeuerfische und Steinfische<\/em>\u201c (die wir nie zu Gesicht bekommen haben).<br>Das ist man gar nicht gewohnt. Kein Permit f\u00fcr Harpune und keine Fischlizenz. Fisch gab es dann fast jeden Tag. Schwarze Fische, bunte Fische, gro\u00dfe und kleine. Einfach mit der Harpune w\u00e4hrend der ausgiebigen Schnorchelg\u00e4nge erlegt. Und eine Harpune habe ich noch nie vorher in der Hand gehabt. Die Tage auf der Insel verbringt man mit Lesen, Schnorcheln (bis zu vier Stunden am Tag), Fischen, Kochen und wenn es Freude macht, mit der Verbesserung der Wohnumgebung. Wir haben z.B. eine kleine zus\u00e4tzliche Sicht\/Windschutzwand aus verflochtenen Kokosbl\u00e4ttern an der H\u00fctte aufgestellt, die \u00fcbrigens in idyllischer Lage wenige Meter vom Strand entfernt unter dem Bl\u00e4tterdach liegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"617\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image9.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image9.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image9-300x196.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image9-768x501.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-23\">H\u00e4ngematte, Angelausr\u00fcstung und Kokosn\u00fcsse gegen den Durst<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"621\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image8.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image8.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image8-300x197.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image8-768x505.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-22\">Fale Tonga auf Luahoko. Heimat f\u00fcr Robinsons\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"601\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image10.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image10.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image10-300x191.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image10-768x488.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-24\">Ehemals bunter Fisch in Pfanne<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"536\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sonnenuntergang.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-27\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sonnenuntergang.jpg 800w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sonnenuntergang-300x201.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sonnenuntergang-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-70\">Abend auf der Robinson-Insel. Links am Horizont kaum erkennbar Tofua \u2013 die Vulkaninsel die durch den Schweizer Xavier Rosset eine gewisse Bekanntheit erlangt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der sind wir zu folgender Erkenntnis gelangt: Wir m\u00f6chten diese Zeit nicht missen! Morgens aufzuwachen in der H\u00e4ngematte und Buckelwalen die einige hundert Meter entfernt ihre Flossen in den Himmel recken zuzusehen ist schon ein wenig surreal (im positivsten Sinn) f\u00fcr Europ\u00e4er. Kaffee machen am Feuer oder noch ein wenig schaukelnd lesen am Morgen ist die Frage die sich stellt. Ein \u201e<em>Wie sp\u00e4t ist es?<\/em>\u201c ist ziemlich nebens\u00e4chlich\u2026 F\u00fcr uns beide waren die zehn Tage auf Luahoko ausreichend. Wir sehnten uns am Ende nun doch den Luxus eines Resorts herbei. Die Tage auf der Insel verbringt man erstaunlich schnell, da der zeitliche Aufwand f\u00fcr die Nahrungsbeschaffung (wenn man will) und Zubereitung (um die man nicht herumkommt) ein paar Stunden pro Tag in Anspruch nimmt.<br>Unsere Nachfolger auf der Insel (junges Paar aus \u00d6sterreich) die nur 3 oder 4 Tage die Robinson-Insel besuchen wollten hatten eine v\u00f6llig andere Vorstellung was sie erwartet. Das M\u00e4dchen fragte uns, wie die Toiletten aussehen, Dusche und der Herd. Alles nicht vorhanden. Und das ist gut so, unserer Meinung nach. Von der Fischerei mit Harpune war der m\u00e4nnliche Teil ebenso freudig \u00fcberrascht wie ich. Sie wiederum hatte mehr eine einsame Insel mit kleiner H\u00fctte aber allem Komfort als Bild im Kopf. H\u00e4tte sie von uns erfahren, dass wir dort im Wasser Haien begegnet sind (einer davon, ein Grauhai, durchaus beachtlich gro\u00df), h\u00e4tte sie wahrscheinlich noch vor Ort die \u00dcberfahrt verweigert. Wenig \u00fcberraschend waren sie beim n\u00e4chstm\u00f6glichen Termin nach zwei Tagen wieder im Resort zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zur\u00fcck in die Sicherheit des Resorts<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Bef\u00fcrchtung:<\/strong> Wird es nicht langweilig, \u00fcber zwei Wochen am St\u00fcck an einem einzigen Platz, einem Resort auf Foa Island, zu verbringen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"618\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image3.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image3.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image3-300x196.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image3-768x502.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-17\">\u201cSandy Beach\u201d \u2013 Beach<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Antwort lautet \u201e<em>Nein<\/em>\u201c!<br>Obwohl wir beide zu den j\u00fcngeren aktiven Menschen zuzurechnen sind ist das Wesentliche, das man mit einem Aufenthalt auf Tonga erlebt und auch noch wochenlang zuhause als Nachwirkung versp\u00fcrt die Ruhe. Ein Verlangsamen des doch recht beschleunigten Lebens in Europa. Und das, das Verlangsamen, funktioniert nicht bei zu kurzem Aufenthalt oder st\u00e4ndigem Ortswechsel (Inselh\u00fcpfen), soviel Berechtigung diese Art Erlebnis auch hat.<br>Die Leute im Sandy Beach Resort sind herzlich und nett. Reisebeschreibungen die man im Internet findet die von unterk\u00fchlter Atmosph\u00e4re und deutschem Drill berichten (ein paar Jahre alt, aber das Netz vergisst wenig) konnten wir nirgendwo auch nur erahnen. Vielleicht war das in der Vergangenheit mal so gewesen. Boris aus den Resort k\u00fcmmert sich st\u00e4ndig pers\u00f6nlich um das Wohlergehen und fragt glaubw\u00fcrdig nach, ob alles in Ordnung ist. Eine kleine Marotte (positiv gemeint) ist das Prozedere am Abendtisch. Teils wird man aktiv einem bestimmten Tisch zugeteilt. Das geschieht meiner Meinung nach aus dem Antrieb heraus, die G\u00e4ste mal aktiv zum Gespr\u00e4ch untereinander zu veranlassen. Bequemer w\u00e4re es sicher f\u00fcr ihn, hier einfach nichts zu tun. Die Beschreibung auf der Webseite, dass eine Tauchschule in unmittelbarer N\u00e4he zum Resort sich befindet ist derzeit falsch. Es gibt zwar vor Ort ein Whale-Watching-Unternehmen aber keine Tauchbasis. Das sollte sich laut Boris hoffentlich wieder \u00e4ndern. Ein gro\u00dfes Problem stellt dies aber dennoch nicht dar. Ein <a href=\"http:\/\/www.finsnflukes.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wale-Watching-Unternehmen inkl. Tauchbasis<\/a> gibt es rund 10 km entfernt und wurde von anderen G\u00e4sten ausgiebig genutzt.<br>Mit Fahrr\u00e4dern erkundeten wir die s\u00fcdlich gelegenen langezogenen Inseln. Gro\u00dfartige Highlights darf man sich dabei aber nicht erwarten. Im <em>Lonely Planet<\/em> wird die allw\u00f6chentliche Ankunft der F\u00e4hre als das gro\u00dfe Ereignis beschrieben. Daran kann man seinen eigenen Erwartungsma\u00dfstab nun eichen. Mit dem Paddelboot auf die n\u00f6rdlich gelegene unbewohnte Insel zu rudern ist ein absolutes Muss. Traumhafte Str\u00e4nde und glei\u00dfend t\u00fcrkises Wasser laden ein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"621\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image13.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image13.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image13-300x197.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image13-768x505.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-27\">Mit dem Kanu auf der Nachbarinsel<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werden wir Wale sehen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Nebeneffekt der Destination Tonga, so hofften wir, k\u00f6nnte die Sichtung eines Wales sein. Die es dort laut Internet ja geben soll. W\u00fcrden wir welche zu Gesicht bekommen?<br><em>\u201eJa\u201c<\/em>, lautet die Antwort. Man bekommt sie zu Gesicht. Und wie.<br>Abgesehen davon, dass Wale teils, wenn man Gl\u00fcck hat sogar vom Ufer aus (Sandy Beach; auf Luahoko sind Wale fast jeden Tag sichtbar gewesen) zu beobachten sind, gibt es vor Ort zwei Whale-Watching-Unternehmen. Eines direkt am Resort, ein zweites (\u201e<a href=\"http:\/\/www.finsnflukes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fins \u2018N\u2018 Flukes<\/a>\u201c) das auch als Tauchbasis agiert 10 km entfernt. Dieses (wir buchten gleich zwei mal einen Tag auf See mit dem kleinen Unternehmen) ist sehr auf Umwelt und Nachhaltigkeit bedacht. Nicht mal eine Orangenschale soll w\u00e4hrend eines solchen Ausfluges mit dem Holzboot in das offene Meer geworfen werden, das Boot f\u00e4hrt mit Biotreibstoff. Fast t\u00e4glich hat man die M\u00f6glichkeit rund 6 bis 7 Stunden am Tag mit dem Schiff sich mit maximal 10 anderen G\u00e4sten auf die Suche nach Buckelwalen zu machen, die ab Juli vor Tonga anzutreffen sind. Selten sieht man bei solch einem Ausflug keinen Wal, h\u00e4ufig hat man sogar die M\u00f6glichkeit, wenn es die Tiere zulassen, sich ihnen mit Brille und Flossen im Wasser bis auf wenige Meter zu n\u00e4hern. Das klare Wasser gibt den Blick frei auf die riesigen K\u00f6rper dieser Tiere. Und manch einer hat sich ja angeblich schon verzaubern lassen, wenn einem solch ein Wesen direkt ins Auge blickt. Sagt man\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"621\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image15.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image15.jpeg 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image15-300x197.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image15-768x505.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-29\">Ausschau halten nach den Buckelwalen mit den Wale-Watchern von Fins \u201aN\u2018 Flukes<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"633\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image16.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image16.png 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image16-300x201.png 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image16-768x514.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-30\">Wal, da schwimmt er!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"654\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image17-1024x654.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image17-1024x654.png 1024w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image17-300x192.png 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image17-768x491.png 768w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image17.png 1047w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-31\">Wal, da springt er\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nur wenige Regionen auf der Welt wo es erlaubt und m\u00f6glich ist, mit den Tieren schwimmen zu gehen. Man muss nicht Esoteriker sein, um sich verzaubern zu lassen von diesen Riesen. In Eigenregie schwimmen mit ihnen wird man wohl eher nicht k\u00f6nnen. Aus der H\u00e4ngematte beobachten von der Robinson-Insel aus am fr\u00fchen Morgen (und nat\u00fcrlich den ganzen Tag lang) sehr wohl.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein w\u00fcrdiger Abschluss am letzten Tag<\/h3>\n\n\n\n<p>Der letzte Tag, ein Sonntag, vor der Abreise war dem Kirchbesuch im Nachbardorf (rund 350 Einwohner die sich nat\u00fcrlich alle kennen) gewidmet.<br>Die sch\u00f6nen Ges\u00e4nge der Tongaer sollte man sich tats\u00e4chlich nicht entgehen lassen. Eine der 6(!) Kirchen im Ort l\u00e4dt dazu sicher ein.<br>Ein guter Teil der G\u00e4ste ist heute dort. Ich f\u00fcr meinen Teil bin jedoch im Resort verblieben um den Urlaub gem\u00fctlich ausklingen zu lassen und um zu Packen. Es ist ruhig, einzig die beiden Nachbarn lassen sich am Strand blicken. Die nette Neuseel\u00e4nderin von der Nachbarunterkunft kommt aufgeregt zu mir und zeigt mir den gro\u00dfen Buckelwal mit seinem kleinen Baby, der sich nur einige hundert Meter vom Ufer, direkt vor dem Sandy Beach Resort knapp au\u00dferhalb der Riffe spielt. Mit dem Fernglas war das besonders eindrucksvoll. Immer wieder kam das Kleine aus dem Wasser gepurzelt \u2013 es lernte wohl gerade von seiner Mama wie man springt. Walm\u00fctter zeigen dem Nachwuchs, so erkl\u00e4rte man uns, diese Dinge, ebenso wie das Luftanhalten und Tauchen erst aktiv den Babys.<br>Die beiden sind so nah am Ufer, dass man schon fast sich vorstellen kann, dorthin zu schwimmen. Warum eigentlich nicht? Nein, zu weit drau\u00dfen, bis zu den kleinen Brecherwellen am \u00e4u\u00dferen Riff. Und \u00fcberhaupt, das geht ja nicht.<br>Nach rund zwei Stunden Zusehen mit dem Fernglas doch eine Entscheidung: Flossen und Schnorchel wieder ausgepackt (der Neoprenanzug bleibt, da bereits trocken, wo er ist) und eines der kleinen Plastikkajaks des Resorts ausgeborgt. Los geht es! Niemand ist offensichtlich zurzeit im Wasser, kaum jemand zu sehen. Wo war der Wal nochmal? Ah, dort drau\u00dfen sieht man den Blas. Gem\u00fctlich in seine Richtung gegen die kleinen Wellen angepaddelt. Nach ein paar hundert Metern haltgemacht. Ist der Wal noch da? Ja, weiter. Er hat kaum seinen Platz ver\u00e4ndert. So ganz alleine mit einem Miniplastikboot sich einem ausgewachsenem Buckelwal zu n\u00e4hern ist schon ein sonderbares Gef\u00fchl. Kann man das? Darf man das?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"621\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image14.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-31\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image14.png 945w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image14-300x197.png 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image14-768x505.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-28\">Unterwegs<\/p>\n\n\n\n<p>Das Resort ist schon zu weit weg um noch irgendwelche Menschen dort zu sehen. Vielleicht aber auch, weil der Strand einfach nur menschenleer ist. Es ist ja zudem Sonntag \u2013 und Sonntag ist hier weniger als nichts los.<br>Weiter voran, langsam. Keine Aufregung verursachen. Erstens ist man ja auf Tonga. Hier l\u00e4uft eben alles ein wenig langsamer. Und zweitens war das auch eine wichtige Regel beim Whale-Watching mit \u201e<em>Fins \u2018N\u2018 Flukes<\/em>\u201c. Noch vielleicht 50 Meter. Der Wal liegt an der Wasseroberfl\u00e4che. Noch 30 Meter. Taucherbrille aufsetzen. Was haben wir gelernt? Rein ins Wasser, sch\u00f6n ruhig, kein Platschen mit den Flossen. Das Kajak mit der linken Hand hinterhergezogen, den Kopf unter Wasser. Und tats\u00e4chlich hebt sich kurz sp\u00e4ter ein m\u00e4chtiger K\u00f6rper vom dunklen Blau des klaren Wasser ab. Ich halte still. Er kommt langsam auf mich zu, dreht einige Meter von mir entfernt nach rechts ab, be\u00e4ugt mich offensichtlich. Ich bilde mir ein, Seepocken um seine Augenpartie zu erkennen.<br>Das Wasser unter mir ist schon recht unergr\u00fcndlich tief, denke ich, und sehe mich nach leicht links unten um in Richtung Dunkelblau. Und da ist noch Etwas. Ein riesiger kreisrunder Schatten bewegt sich von schr\u00e4g unten auf mich zu. Direkt. Erst Augenblicke sp\u00e4ter begreife ich, was das ist. Das vorhin war nur das Baby. Jetzt kommt die dicke Mama. Ist sie besorgt? Ich befinde mich irgendwo zwischen Ihr und dem Jungen. Der Schatten ist zu einem unglaublich gro\u00dfen Buckelwal geworden der langsam auf mich zusteuert und nun noch vielleicht zehn Meter entfernt ist. Ich weiche etwas nach links aus um zu zeigen, dass ich keine Konfrontation will. So bilde ich mir halt ein, dass dies gut w\u00e4re. Gro\u00dfe wei\u00dfe Ringe am K\u00f6rper sind genau auszumachen (Seepocken), die Furchen der hellen Unterseite. Die Mama gleitet wenige Meter entfernt an mir entlang, guckt mich mit dem recht klein wirkenden Auge nochmals an und taucht in Zeitlupe langsam vorbei, vor mir ab. Das Baby gesellt sich wieder zu ihr und schwimmt knapp \u00fcber der Mama, gleichsam auf ihrem R\u00fccken, mit ihr in die Tiefe ins Schwarzblau.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/3.bp.blogspot.com\/-y8KEbj2AKDI\/Th6zeGTkUgI\/AAAAAAAAASA\/dlN-gTTSNRM\/s1600\/DSC_0264jpeg.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"375\" height=\"500\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image18.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image18.jpeg 375w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image18-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Copyright: http:\/\/finsnflukes.blogspot.com\/<\/p>\n\n\n\n<p>Leicht benommen hebe ich den Kopf aus dem Wasser und sehe ein weiteres Plastik-Boot in einiger Entfernung. Brigitte ist inzwischen offensichtlich ebenfalls mit einem der Kajaks rausgefahren und versucht auf Tuchf\u00fchlung zu gehen. Und auch zwei Schwimmer n\u00e4hern sich der Stelle, wo die Tiere abgetaucht sind. So weit vom Ufer entfernt!<br>Zu zweit versuchen wir nochmals Mutter und Baby ausfindig zu machen, was auch gelingt. Brigitte kann ebenfalls einen Blick unter Wasser auf die beiden werfen. Ob es den beiden Schwimmern auch gelingt wei\u00df ich nicht. Wir wollen die Tiere nicht bedr\u00e4ngen und drehen ab um den beiden einsamen Schwimmern einen Blick auf die Riesen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck am Ufer, noch ein wenig entr\u00fcckt, werden wir empfangen. Aufregung dort. Ob wir drau\u00dfen waren, ob wir den Wal aus der N\u00e4he gesehen haben, werden wir gefragt. Das minikleine Boot so direkt beim riesigen Walk\u00f6rper. Vom Ufer aus muss die Begegnung ob der Gr\u00f6\u00dfenunterschiede wohl ziemlich beeindruckend ausgesehen haben. Ob wir zwei Schwimmer gesehen haben. Ja, haben wir. Die beiden Schwimmer die sich so weit vom Ufer entfernt haben sind neue G\u00e4ste im Resort. Ein querschnittgel\u00e4hmter Neuseel\u00e4nder und seine Frau. Sie kommen seit ein paar Jahren ins Sandy Beach erz\u00e4hlt man uns. Kurz nach dem Unfall, der zur L\u00e4hmung f\u00fchrte, nahm der Mann sich vor, einmal im Leben trotz oder gerade wegen seiner Behinderung mit Walen zu schwimmen. Beide kommen geraume Zeit sp\u00e4ter ans Ufer und sind hellauf begeistert und rufen den paar Leuten am Strand das Erlebte zu. Nein, sie h\u00e4tten die Buckelwale verpasst. Sie waren knapp dran. N\u00e4chstes Jahr vielleicht. Oder heuer noch, sie sind ja erst hier angekommen auf Tonga. Ich wei\u00df nicht ob ich ihnen w\u00fcnschen soll, dass sie es schaffen oder hoffen soll, dass sie es nie schaffen werden. Ein in Erf\u00fcllung gegangener Traum kann wehtun\u2026 Sollen die beiden, die ausgesprochen gl\u00fccklich wirkten, im Jahr darauf wieder hierher m\u00fcssen. Es ist ja auch (fast) ein Paradies dort.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"929\" height=\"710\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image19.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image19.jpeg 929w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image19-300x229.jpeg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/image19-768x587.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 929px) 100vw, 929px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-14\">Kurz nach der Begegnung mit den Riesen. Wir g\u00f6nnen uns einen gro\u00dfen Abschiedsdrunk. Von den Walen, von Tonga.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachtrag J\u00e4nner 2014<\/h2>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/Fins.jpg 800w, http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/Fins-300x112.jpg 300w, http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/Fins-624x234.jpg 624w\" src=\"http:\/\/erhartc.net\/tonga\/files\/2012\/11\/Fins.jpg\" alt=\"Zyklon Ian\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"300\" src=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Fins.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37\" srcset=\"https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Fins.jpg 800w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Fins-300x113.jpg 300w, https:\/\/erhartc.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Fins-768x288.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"caption-attachment-161\">Das Holzboot von Fins \u2019n\u2018 Flukes vor und nach dem Zyklon Ian Mitte J\u00e4nner 2014. Links Brian und Sabine, die Betreiber der Wal- und Tauchbasis.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Zyklon, nein nicht irgendeiner sondern wohl der st\u00e4rkste seit vielen Jahrzehnten, ist \u00fcber das Paradies hinweggefegt und hat die Ha\u2019apai-Inseln mehr oder weniger vernichtet. Rund 70% der H\u00e4user sind zerst\u00f6rt, in manchen Orten mehr. Unseren kleinen 300-Einwohner-Ort hat es besonders hart getroffen. Boris von Sandy Beach ist ein K\u00e4mpfer, er baut sein Resort wieder auf. Erf\u00e4hrt man in einem Interview eines neuseel\u00e4ndischen Senders.<br>Die beiden Leute von Fins \u2019n\u2018 FLukes (Brian und Sabine) hat es hart getroffen. Ob sie die Basis wieder aufbauen werden scheint derzeit (J\u00e4nner 2014) wohl fraglich. So eng beisammen sind wohl die H\u00f6hen und Tiefen im Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Danke den Beiden daf\u00fcr, dass sie anderen gezeigt haben wie man einen Traum versuchen kann zu leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee Im Sommer 2011 erf\u00fcllte ich mir einen alten Kindheitstraum \u2013 einmal in die S\u00fcdsee und zur\u00fcck. Ganz profan vier Wochen Urlaub genommen und in das K\u00f6nigreich Tonga geflogen. Davon verbrachten wir zehn Tage auf einer einsamen kreisrunden Robinson-Mininsel von rund 200m Durchmesser irgendwo im blauen Nichts. Eben als Robinsons. Mit einer Kiste Nahrung,&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/erhartc.net\/?page_id=8\" rel=\"bookmark\">Weiterlesen &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Ein Besuch der Blauen Seite unseres Planeten \u2013 ein Reisebericht<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"class_list":["post-8","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61,"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8\/revisions\/61"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/erhartc.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}